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Füller 8
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F Ü L L E R A U S W Ä H L E N
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Der Füller dient dazu, zunächst schleifbares Material auf die Fläche aufzutragen, das man dann nachher solange wieder abschleift, bis eine ganz und gar glatte Oberfläche entstanden ist - alle Unebenheiten also auf-"gefüllt" sind und somit die nötige Oberflächenqualität für den Decklack gegeben ist. Im Füllerbereich unterscheidet man die Materialien nach ihren Einsatzgebieten. Je nachdem, wie die Vorarbeit (Spachteln und Schleifen) durchgeführt wurde, ist ein mehr oder weniger füllkräftiges Material erforderlich. Für zeitsparende Arbeiten werden heutzutage vielfach so genannte Nass-in-nass-Füllern (2k Grundierfüller) verwendet, um den Arbeitsschritt "Füller Schleifen" einzusparen
Arten von Füllern: 1k Grundierfüller für Neuteile und schnelle Reparaturen - schnelle Trocknung, glatter Verlauf Der Grundierfüller wird eingesetzt, wenn nacktes Metall vor Rost geschützt und gleichzeitig kleinere Unebenheiten ausgeglichen werden sollen.
1K Expressfüller Der Expressfüller wird auf tragfähigen, weitgehend intakten Altlackierungen sowie bei grundierten Neuteilen (z.B. Kotflügel etc.) verwendet, um eine optimale Haftung sowie eine gut schleifbare Oberfläche zu erreichen.
2k Grundierfüller sowohl als Schleif- wie Nass-in-nass-Füllern einsetzbar
2k HS Grundierfüller mit extrem hoher Füllkraft zum Füllern von größeren Reparaturstellen mit kleinen Unebenheiten Der HS-Füller wird für gröbere Unebenheiten sowie in Verbindung mit dem 1K-Grundierfüller für optimalen Korrosionsschutz eingesetzt. Auch wenn gespachtelt werden muss, ist der 2K HS-Füller nötig, da die 1K-Produkte nicht direkt mit Spachtel in Berührung kommen dürfen.
2k Washprimer: auf blanken Untergründen wie Stahl, Aluminium und Zink mit hervorragenden Haftungseigenschaften --------------------------------------------------------------------------------------------------------Kunststoff Haftgrund/Primer/Füller Bei Kunststoff muss man spezielle Kunststoff-Primer verwenden.
Füller gibt es in verschiedenen Farbnuancen passend für die Deckfarbe.
Untergrund muss sauber und gut vorbereitet sein Die Ablüftzeiten einhalten! Nach jedem Spritzgang mind. 5 - 10 Min./20 °C (bis die Fläche matt abgetrocknet ist). Abhängig von Umgebungstemperatur, den Härtern und Verdünnungen Nicht überbeschichten - einzelne dünne Schichten auftragen Geeignete Spritzgeräte, Düsengrößen und Luftkappen verwenden Ob Lufttrocknung bei 20 °C, Ofentrocknung bei 60 °C oder Infrarot-Trocknung, wichtig ist, dass der Füller gut durchgehärtet ist. --------------------------------------------------------------------------------------------------------Füller auftragen Nun wird der Füller mit mindestens 1 bis 3 Spritzgängen bei 2 bis 4 Bar Spritzdruck aufgespritzt. WICHTIG : (1 ) Angaben des Herstellers beachten 2 ) Pistolenbetriebsdruck beachten Alle Füller werden zunächst an Kanten und Ecken aufgetragen, in Hohlräume gespritzt und dann in gleichmäßigen, überlappenden, waagrechten Lackierbewegungen auf die großen Flächen auflackiert. Nicht zu dick auftragen, sonst kommt es zu Läufern, aber auch nicht zu dünn, sonst wird es rau - ideal ist es, wenn die Schichten schön gleichmäßig nass sind, ohne abzulaufen. Mit ein bisschen Übung auf einer Pappe o.ä. klappt das ganz schnell. Die Pistole immer im rechten Winkel zum Blech halten, etwa 15-20 cm Abstand, und immer über den Rand hinaus spritzen, damit auch die Kanten und Ecken genug Material abbekommen. Für Hohlräume und Ecken Pistole auf Punktstrahl stellen (bei sehr billigen Pistolen geht das teilweise nicht, dann Pistole einfach schräg bzw. sogar kurz waagrecht halten oder die Spritzkappe um 90° drehen).
1K Grundierfüller und 1K Expressfüller:
Düse 1,4 - 1,8 mm, gleichmäßig mit 3-4 bar (HVLP 2,5 - 3 bar) Druckluft versorgt. 2-3 Spritzgänge, ca. 50 µm stark auftragen. Zwischenabluft jeweils etwa 10 min. Nach etwa 90 min. schleifen und dann mit Basislack oder Decklack überlackiert werden. Dürfen nicht direkt mit Spachtel in Berührung kommen --------------------------------------------------------------------------------------------------------2K HS-Füller 2K HS-FüllerDüse 1,8 mm ideal, bei kleinerer Düse bis 15% Verdünnung. 3-4 bar (HVLP 2,5 - 3 bar) Eingangsdruck. 2-3 Spritzgänge satt auftragen, bis zu 250µm. Zwischenabluft jeweils ca. 10-15 min. Trocknung über Nacht (12h / 20° C) oder forciert 40min. bei 60°C Objekttemperatur. IR-Trocknung möglich.Ich empfehle, immer das gesamte zu lackierende Teil bzw. Fahrzeug komplett mit einer bzw. mehreren gleichmäßigen Füllerschichten zu spritzen, um Randmarkierungen aufgrund unterschiedlicher Untergründe zu vermeiden. Auf die 1K-Produkte darf nicht direkt gespachtelt werden
Nach dem endgültigen Aushärten muss der Füller ganz eben und ganz glatt geschliffen werden, um einen guten Untergrund für den Decklack zu bilden. Mit der Nagelprobe (Fingernagel auf den Füller drücken oder klopfen) oder bei den ersten Schleifbewegungen merkt man schnell, ob der Füller schon durchgehärtet ist. Im Zweifel lieber etwas länger warten. Da der Härtungsprozess von etlichen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schichtdicke etc. abhängig ist, sollten unsere Angaben eher mit Reserve versehen werden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------TIPPS u. TRICKS Als Schleifhilfe setzt man dem Füller einen Spritzgang Kontrollfarbe auf. Um einen vollständigen und gleichmäßigen Schliff zu erhalten, der die Garantie für ein gutes Lackier-Ergebnis ist, kann man "Kontrollfarbe" ganz dünn aus einer normalen Spraydose auf den Füller aufnebeln. Das Kontrollspray wird beim Schleifen mit dem Füller abgetragen und zeigt die Stellen an, wo noch nicht oder noch nicht ausreichend abgeschliffen worden ist. Kontrollspray vor dem Schleifen gut trocknen lassen. Als Kontrollspray kann jedes handelsübliche billige dunkle Lack-Spray (Baumarkt etc.) verwendet werden, da es ja ohnehin wieder weggeschliffen wird.
Füller schleifen Der Grundierfüller kann nach etwa 90 min./20° C Trocknungszeit mit Körnung 800-1200 nass geschliffen werden. Der 2K HS-Füller härtet bei normaler Temperatur über Nacht bzw. bei 60°C in 40min. aus. Anschließend mit Körnung 600-800 nass gründlich und gleichmäßig schleifen. Bei Handschliff auf jeden Fall einen Schleifklotz verwenden, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erzielen.
Nassschleifpapier etliche Stunden vorher in Wasser einlegen, damit es schön geschmeidig wird. Beim Nassschliff immer mal wieder mit einem Schwamm nass abwischen, dann sieht man besser, wie die Oberfläche aussieht denn wenn sie nass benetzt ist, glänzt sie und man sieht Unebenheiten sehr gut. An Kanten und Ecken besonders vorsichtig arbeiten, um Durchschliffstellen zu vermeiden. Papier evtl. mit Schaumstoff unterlegen. Sollte man doch aufs Metall durchschleifen, kann mit dem Haftgrundspray nachgrundiert und anschließend mit P1200 nass leicht überschliefen werden. Bei Reparaturstellen leicht in den angrenzenden Altlack-Bereich hineinschleifen, um einen weichen Übergang zu erzielen. Darauf achten, dass keine Klebeband-Füllerkanten stehen bleiben ! Da die Qualität der Vorarbeiten für das Lackierergebnis absolut entscheidend sind, sollte man hier keine Kompromisse eingehen, sondern lieber etwas mehr Zeit und Mühe investieren. Dass Füllerschleifen ist einer der wichtigsten Arbeitsschritte bei der Lackierung. Jede Unebenheit, Macke, Welle etc. die man hier stehen lässt, wird unbarmherzig nach dem Klarlack-Auftrag sichtbar und kann nur durch erneutes Abschleifen und Füllern wieder behoben werden. Also bitte hier besonders viel zeit investieren, das zahlt sich aus !!
Nun wird das Abdeckpapier gewechselt, da dieses inzwischen durch den angesetzten Staub, Schleifwasser unbrauchbar geworden ist. Gefahr von nicht sichtbaren Ablösungen Das Fahrzeug wird mit Wasser gewaschen und anschließend sauber abgeblasen. Keine Reinigungsmittel benutzen . ( Ausnahme etwas Spiritus dem Wasser beifügen) Alles noch mal neu abkleben .
Vor der Decklackierung werden die zu lackierenden kompletten Fahrzeugteile mit Silikonentferner gereinigt , sauber nachgetrocknet und mit einem Staubbindetuch staubfrei gewischt.
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